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Diese Frage zu stellen, ist wie eine Tür zu öffnen – eine Tür zu einem anderen Bewusstsein. Ist es an der Zeit, diese Frage zu stellen? Sind wir kollektiv so weit, damit wir sie verstehen und uns weiterentwickeln können? Vor etwa fünf Jahren waren wir vielleicht noch nicht so weit. Aber heute, im Angesicht so vieler Menschen, die täglich mit ihren Pferden etwas völlig anderes leben als das, was in einem durchschnittlichen Reiterstall passiert, ist diese Frage eine Konsequenz der Weiterentwicklung der Menschheit. Und trotzdem wird sie vielen als unrealistisch erscheinen, ja fast unglaublich. Wir begegnen Fragen, was wir mit den Pferden dann tun sollen oder ob die Pferde eventuell aussterben werden, wenn der Mensch sie nicht für eigene Zwecke benutzt. Nun, fast alle Reiter werden sagen, dass sie ihre Pferde lieben, nicht wahr? Hört diese Liebe etwa beim Reiten auf? Lieben wir unsere Pferde nur, weil wir sie „gebrauchen“? Und können wir dann überhaupt von Liebe sprechen? Vielleicht sind wir in unserer Gesellschaft einfach so abgestumpft, dass wir glauben, immer etwas im Gegenzug bekommen zu müssen? Dass wir nicht ein Lebewesen von Materie unterscheiden können? In der Tat gibt es sehr viele solche Menschen, die etwas anderes mit Pferden entdeckt haben, als sie zum Reiten oder für sonstige Zwecke zu benutzen: Liebe und Freundschaft.

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Je mehr man sich mit dem Thema Hufbeschlag beschäftigt, desto mehr ist man über die Tatsache entsetzt, dass das Beschlagen immer noch erlaubt ist. Die Fakten, die den Schaden im Organ Huf verursachen, sind wissenschaftlich belegt und unumstritten. Angefangen von der reduzierten Blutzirkulation im Huf über den eingeschränkten oder zerstörten Hufmechanismus, über Aufprallschäden im Huf und in den Gelenken, über die Folgeschäden an der Muskulatur durch die falsche Stellung bis zu den Zwanghufen, um nur ein paar davon zu nennen. Pferde werden beschlagen, weil sie „fühlig“ gehen. Und was machen wir? Wir behandeln die Symptome und machen das Pferd reitbar für UNS. Es wäre hier vielleicht die Frage angebracht: Warum sind die Hufe empfindlich? Oder ist das schon so normal für uns, eine schnelle Lösung zu suchen, nur damit wir das Problem schnell beseitigen, ohne uns zu viel damit auseinandersetzen zu müssen? Oder liegt es daran, dass wir die Antwort gar nicht wissen möchten? Es könnte nämlich sein, dass wir uns eingestehen müssen, dass die Haltung, die die meisten Pferde fristen dürfen, ihre Hufe krank macht. Dass die Pferde in den eigenen Ausscheidungen in der Box stehen müssen und das aggressive Ammoniak das Horn zerstört. Oder dass ein großer Mangel an Bewegung in den winzigen Paddocks und Koppeln besteht. Vielleich müssen wir uns eingestehen ...

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Seit Jahrtausenden benutzen die Menschen Gebisse, um das Pferd gefügig zu machen. Dies funktioniert über Schmerzen, die das Gebiss verursacht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich gibt es keinen Grund, ein Gebiss zu benutzen – außer man will das Pferd durch den Schmerz kontrollieren. Das sollte sich jeder Reiter in ganzer Deutlichkeit bewusst machen. Häufig wird argumentiert, dass die Art der Zügelführung einen Unterschied zwischen Schmerz und Nutzen des Gebisses ausmacht. Wenn es uns wirklich um das Wohl des Pferdes geht, dann hat dieses Argument aber keine Gültigkeit. Denn es wird nur benutzt, wenn der Mensch vom Pferd bestimmte Resultate will und dabei keine alternative Möglichkeit in Betracht zieht. Die Liste der durch Gebisse verursachten gesundheitlichen Probleme ist lang, und sie ist unabhängig von der Zügelführung und von dem, der die Zügel führt: Gebisse verursachen allein durch ihre Präsenz und den punktuellen Druck auf die in den Schleimhäuten liegenden Nervenenden Schmerzen an Unterkiefer und Zahnfleisch. Wenn Ihr Zahnarzt einmal den Nerv ohne Betäubung getroffen hat, dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich ein Gebiss für das Pferd anfühlt. Es entwickeln sich Entzündungen, die sich auf größere Bereiche des Gesichts und des Kopfes ausbreiten können. Das Pferd wird durch diesen Schmerz kontrolliert. Oft sehen wir die Reiter, die mit ihrer ganzen Kraft an den Zügeln ziehen. Wir brauchen Gesetze, die hier greifen und derartige Einwirkungen...

PFERDETRAINING AUF DER BASIS

DES FREIEN WILLENS

...bedarf als Voraussetzung die Arbeit an sich selbst. Es bedarf des Loslassens der traditionellen Wahrnehmung des Pferdes und des althergebrachten Umgang mit ihm. Es bedarf der Erkenntnis, dass unsere Pferde einen freien Willen haben und dass wir ihn respektieren sollen, auch wenn uns die Antwort des Pferdes nicht immer gefällt. Erst wenn ich auf gleicher Augenhöhe mit dem Pferd kommunizieren kann -erst dann werde ich die unverfälschte Botschaft empfangen können. Erst dann wird mein Geist so offen sein, um das sehen zu können, was das Pferd tatsächlich zu mir spricht. Das Pferd spricht zu mir dann, wenn ich ihm die Möglichkeit dazu gebe. Wenn ich aber MEINEN Willen, MEINE Ziele, MEINE Ideen mittels Gebiss, Zügel oder Seil, die ich am Pferdekörper für diesen Zweck anbringe, vermitteln will - dann wird das Pferd keine Möglichkeit haben, seinen freien Willen zu äußern. In dem Moment signalisiere ich ihm, dass sein freier Wile gar nicht erwünscht ist. ICH bin diejenige, die einen Plan hat und die die Richtung bestimmt und vorgibt. Dem Pferd bleibt nicht viel mehr übrig, als zu folgen. Wenn es sich weigert, dann wird es bestraft oder bekommt weitere Mittel der Kontrolle (und des Schmerzes) an seinen Körper angebracht. Wie würden wir uns an seiner Stelle fühlen?

WAS IST ARTGERECHT?

Neulich stolperte ich über das Buch mit dem Titel „Nur die Freiheit ist artgerecht“.
Schon länger beschäftige ich mich selbst mit diesem Ansatz und obwohl ich sehr viel Platz für meine Pferde habe, komme ich selbst auch immer zu der Schlussfolgerung, dass nur die Freiheit artgerecht ist. Es steht fest: die übliche Pferdehaltung in den kleinen Paddocks oder gar in den Boxen macht unsere Pferde krank. Wie also können wir die Lebensbedingungen unserer Pferde so gestalten, dass sie der Freiheit (und damit auch der Gesundheit) so nahe wie möglich kommen?

 

Die Herde ist der wichtigste Faktor in der Pferdehaltung. Für Pferde bedeutet ihre Herde die Sicherheit, ohne sie sind sie nicht überlebensfähig. In der Regel wird ein von der Herde getrenntes Pferd stundenlang rennen und nach seine Herde rufen. Das Futter und alles andere ist unwichtig, wenn das erste essenzielle Bedürfnis nach einer Herde nicht gestillt ist. Es wird oft als „Unart“ abgetan, wenn die Pferde „kleben“. Es wird alles getan, damit man solchen Pferden ein anderes Verhalten „antrainiert“. In Wirklichkeit ist das aber schon verzweifelter Versuch von dem Pferd zu kommunizieren, dass es nicht von seiner Herde entfernt werden möchte. Das Pferd versucht sein Grundbedürfnis zu kommunizieren. Wenn man das versteht , dann kann man auch ganz anderes mit dem Pferd umgehen und ein Austausch kann stattfinden. Pferde bilden Familien und Freundschaften, so wie wir auch. Es ist wichtig, dass die Herde möglichst beständig bleibt und die Pferde nicht aus ihren gebildeten Familien ständig raus gerissen werden.

AKTUELLE KOLUMNE 

WILDPFERDE

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Wildpferde vereinen die Pferdemenschen

PIAFFE 1 | 2019 - Faszination Wildpferde

WHAT PEOPLE SAY

Maksida Vogt hinterfragt alles sehr konsequent.

Marina S.

Ihre Bücher sind speziell. Sie eröffnen eine andere Welt. Sie waren eine Offenbarung für mich.

Lisa K.

Noch nie habe ich mich meinem Pferd näher gefühlt  als nach dem ich ihre Vorschläge umgesetzt habe.

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